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Hier unser ausführlicher  Erfahrungsbericht mit dem GG (erstmalig ab Mai 2003)

1. Tag

Rico hat den GG eine Stunde dran gehabt.
Wir haben ihn nach dem Anpassen direkt damit auf die Weide geschickt. Er "rüsselte" erst mal nur am GG herum, ohne zu versuchen, zu grasen. Er streckte auch ein paar mal die Zunge durch. Er war nicht wütend, eher überrascht.

Wir steckten ihm ein paar Halme durch. Er hat erstaunlich schnell kapiert, dass er mit dem Teil fressen kann. Anfangs scharrte er ungeduldig und rieb mal kurz mit dem GG über den Boden. Aber dabei erwischte er wohl aus Versehen den ersten Halm und widmete sich lieber den Versuchen, damit zu fressen.
Da ich der Meinung war, ich hätte die Riemen an der Seite zu kurz verschnallt, bückte ich mich, um die länger einzustellen. Da kam er mir mit dem Kopf entgegen und ich habe nun eine dicke Unterlippe. Selber schuld, es war wirklich nur ein Entgegenkommen, kein Kopfschlagen.
Da er ruhig wirkte, gingen wir die Box ausmisten... und überließen ihn seinem Schicksal.
Als wir zur Weide zurückkamen, sah er von weitem so aus, wie immer: Kopf unten und grasen. ABER: Er ging interessanterweise beim Grasen nun teilweise rückwärts. Er hat leider in der kurzen Zeit gelernt, wie man hinter den Seitenteilen vorbeifressen kann und dass er im  Rückwärtsgang an diese Stelle am meisten hinbekommt.
Das GG-Halfter ist nicht so gut wie erwartet, sieht aber auch nicht aus, wie auf der HP von GG. Es ist wohl zwei Jahre alt und am Nasenriemen nicht zu verstellen. Es passt Rico nicht richtig, da es am Nasenriemen zu weit ist und am Ganschenriemen trotz weitester Einstellung zu eng - ist offensichtlich nicht ganz seine Größe. Da ich den Korb an dem Nasenriemen recht hoch (kurz) verschnallen musste, damit Rico nicht direkt vorne vorbei frisst, finde ich, ist viel Druck von hinten gegen die Ohren gegeben.
Leider musste ich alles auch recht kurz verschnallen, mal sehen, vielleicht wird es morgen besser. Ich will ja nicht, dass meinem Dicken die Tasthaare alle abbrechen und er sich wund reibt.
Aber grundsätzlich war der Anfang recht gelungen.

2. Tag

Anziehen trotz "Mittelsteg" kein Problem. Ich glaube auch nicht, dass dadurch der Schopf ruiniert wird. Ich habe ihn ein wenig zurechtgezupft. Ich fürchte nur, dass nicht jeder, der ihn rausbringt, den Schopf berücksichtigen wird. Und wenn der Pony dann wie eine dicke Tolle unter dem Genickriemen sitzt, rutscht das Halfter sehr leicht über die Ohren, zumal der Genickriemen auch durch den Riemen des GG-Halfters, der zwischen den Augen zur Nase geht, nach vorne gezogen wird. Den zusätzlichen Halsriemen, der an dem Original-Halfter ist, möchte ich aus mehreren Gründen nicht verwenden.

Heute hatten wir Rico schon 4 1/2 Stunden (unter Beobachtung) mit dem Teil auf der Weide. Ich habe die Verschnallung so gelassen, wie beim ersten Versuch. Er schafft es tatsächlich im hinteren Bereich am Gitter vorbeizufressen. Aber dort bekommt er auch weniger, als ohne Gitter. Der Gedanke, den GG kürzer zu verschnallen, gefällt mir nicht -  wenigstens, wenn er den Kopf hebt, sollte zwischen Maul und Gitter Platz sein. Im Zweifelsfall würde ich also lieber  im hinteren Bereich noch zwei Sporenriemchen anbringen.

Als ich ihn rief, um ihn reinzuholen, kam er mir mit Wiehern zur Begrüßung entgegengetrabt. Er kommt mir zwar öfters entgegen, aber wiehert NIE. Ob er das Teil wohl so dringend loshaben wollte? Er hatte sich in den 4 1/2 Stunden mit Korb aber nicht auffällig verhalten auf der Weide. Ansonsten war er nicht so vollgefressen wie sonst, scheint also was zu bringen, er war sehr fleißig und leistungsbereit.

3. Tag

Ich habe mir im Raiffeisenmarkt zu dem GG noch ein paar Sporenriemen dazu gekauft, weil er inzwischen zu gut hinten vorbei fressen kann. Der Hersteller vom GG sagte mir am Telefon, die Riemen hätte ich nicht kaufen müssen, er hätte mir auch welche geschickt. Na ja, egal - bei dem Preis für den GG kommt es auf die 2,95 Euro für die Riemen nicht mehr an.

Bei längerem Gras wird, sobald Rico den Maulkorb aufsetzt, das Gras plattgedrückt. Er hat trotzdem immer wieder Gras zwischen den Zähnen gehabt und gekaut. Es ist kein Problem. Bei hoher Weide bekommt er zwar weniger Halme durchgefummelt, aber dafür sind diese viel länger. So schnell, wie Rico gelernt hat, mit dem Teil zu fressen, wird er auch das mit dem langen Gras lernen. Wenn es ihm zu mühsam ist, die langen Halme zu angeln, kann er sich die Stellen suchen, an denen die anderen schon gekürzt haben. Manchmal zieht er sich ein Stück Gras, an dem noch die Wurzel mit Sand ist. Beim GG ist das einfach hinten rausgefallen, als er den Kopf hob. Wie würde er diesen "Dreck" bei einem fast geschlossenen Maulkorb (es gibt Modelle, die sehen aus wie ein Eimer mit Loch) wieder loswerden? 

4. Tag

Rico war gestern das erste Mal mit hinten durch Sporenriemen verschlossenem GG auf der Weide. Und was kam mir gestern Abend entgegen? Ein strahlender Rico ohne Halfter und Maulkorb. Ich fand das Halfter. Es war noch ungeöffnet, entweder hat es ihm ein anderes Pferd über die Ohren gezogen oder es ist ihm beim Wälzen "aus Versehen passiert".

Heute habe ich dann ein anderes Halfter probiert. Ein gut sitzendes Nylon-Halfter von ihm, in das ich noch zusätzlich zwei Riemen vom Nasenriemen zum jeweiligen Seitenteil genäht habe. Wie ein Dreieck an jeder Seite, damit der Maulkorb den Nasenriemen nicht nach unten ziehen kann und der Befestigungsriemen zum GG auf der Nase nicht verrutschen kann. Dann habe ich den Maulkorb wieder eingeschnallt und ab auf die Wiese. Heute Abend war das Teil noch dran. Die zusätzlich eingenähten Riemen haben den Vorteil, dass sie den Riemen, der vom Genick- zum Nasenriemen geht, ersetzen. So ist das Halfter samt Maulkorb nun wirklich so leicht anzuziehen, wie ein normales Halfter. 
Seitdem die zusätzlichen Sporenriemen eingeschnallt sind, frisst Rico nun tatsächlich, wie vorgesehen, durch die Schlitze im GG. Er sah zwar von den Kopfbewegungen hektischer aus als die anderen Pferde, aber eigentlich nicht total unglücklich.
HURRA! Dann kann er immer mit den anderen raus und muss nicht alleine auf den Paddock. Jetzt bleibt nur noch abzuwarten, wie lange er braucht, um den GG zu zernagen, sieht schon nicht mehr so ganz gut aus - ich hoffe auf die Kulanz des Herstellers.

(er sieht auf dem Foto schlanker aus als er ist. Er macht das, um Mitleid zu erheischen ;-))


Dieses Halfter saß ohne GG perfekt. Um den GG zu befestigen, musste ich jedoch den Genickriemen sehr lang stellen. Sonst hätte ich für den richtigen Abstand des Kunststoffes zum Maul die Riemen des GG zu lang machen müssen. Er hätte dann versucht, am Maulkorb vorbeizufressen. 
Durch den langen Genickriemen kommt jedoch der Kehlriemen zu weit nach unten, was die Gefahr erhöht, dass das Halfter verloren wird.

 

5. Tag
Wir sind bei 6 Stunden.
Die Weidezeit wird wahrscheinlich bis ca. 8 Stunden ausgedehnt, wenn es wärmer wird. Je nachdem, wie ich die Zeit finde, ihn reinzuholen, können es auch mal 10 Stunden werden. Wir haben unser Ziel also schon so gut wie erreicht.
Die Ganaschen waren recht geschwollen, vielleicht bastele ich noch ein wenig am Halfter, was den Kehlriemen betrifft. Aber das Problem mit dem "dicken Kopf" hatten wir wegen seinem früheren Unfall auch vorher während der Weidesaison schon. Da hatte ich den Kehlriemen im Sommer wegen der Schwellung immer recht locker, weil es ja egal war, ob er sein Halfter verliert. Jetzt soll er es natürlich nicht verlieren und ich hatte es recht stramm verschnallt.

Rico zernagt den Maulkorb, seit er nicht mehr vorbeifressen kann. Hatte er vorher ja nicht nötig. Außer, dass er etwas mehr Bewegungen mit dem Kopf macht, sieht man keinen Unterschied zu den anderen Pferden. Oder doch, er hat den Kopf jetzt zwischendurch mal oben, um das zu fressen, was er sich durchgefriemelt hat. Früher hatte er den Kopf pausenlos unten um zu fressen.

Gestern führte ich ihn mit seinem Halfter samt GG in die Box und ließ ihn los. Er ging sofort mit Maulkorb an seinen Futtertrog und fing an, seine paar Müslikörner zu fressen. Es war ihm offensichtlich egal, ob mit oder Maulkorb. Ich habe ihm den dann natürlich abgemacht, damit er wenigstens sein Müsli und sein Heu ohne Störung fressen kann.

Ich muss schon sagen, seit er den GG trägt, geht er abends wesentlich stürmischer in seine Box. Er tut sehr verhungert, obwohl er auf jeden Fall noch genug Gras fressen kann. In der Woche davor musste ich ihn regelrecht von der Wiese in seine Box ziehen. 

Ich denke, die Lösung mit Maulkorb, egal welches Fabrikat, wird ihm mehr nutzen als schaden.

6. Tag

Rico hat schon ganz schön an dem GG genagt. Aber er sieht beim Fressen längst nicht mehr so hektisch aus. Ich denke, er bekommt das inzwischen sehr gut hin. Es sah teilweise so aus wie normales Grasen. Das Gras ist aber auch recht kurz jetzt und alle Pferde müssen sich mehr anstrengen. Mal sehen, bald wird auf die hohe Weide umgestellt...

Laut Hersteller kann ein Pferd mit GG nur 1/3 bis 1/2 der gewohnten Futtermenge aufnehmen. Ich denke also, der Aufwand lohnt.
Rico ist jetzt abends fitter und hat nicht so einen Blähbauch wie vorher. Ansonsten kann man figurtechnisch nach einer Woche noch nicht so viel sagen.

7. Tag 

Der Maulkorb ist durchgenagt, das ist natürlich bitter bei dem Anschaffungspreis. Positiv ist, dass es zeigt, dass er dank der zusätzlichen Riemen nicht mehr hinten daran vorbei frisst. Rico bekommt nun mehr Gras durch die von ihm vergrößerten Schlitze und wirkt inzwischen ganz normal beim Fressen. Es scheint, dass ihm die selbst vergrößerten Schlitze die Eingewöhnungsphase erleichtern.

50 Euro in einer Woche kaputt gemacht, tut jedoch weh - deshalb rief ich den Hersteller an und schilderte ihm den Fall.
Da der Maulkorb in so kurzer Zeit zernagt war, schickt mir die Firma einen neuen. Das nenne ich Kundenservice!!
Weil die Mehrzahl der Pferde laut Hersteller ohne Zusatzriemen oder Durchfressen mit dem GG zurecht kommt, wird die Konstruktion nicht geändert. Er sagte, es gäbe Pferde, die so pfleglich mit dem Kunststoff umgehen, dass der GG nach der Saison wie neu aussieht.
Er hielt Haffis und ähnliche Ponyrassen für härter im Umgang mit dem Material, was den Verschleiß bei Rico erklärt. Und ich finde, solange die Firma mit Ersatzlieferung dafür sorgt, dass der GG wenigstens eine Saison hält, ist das ja auch o. k. Sonst hätte ich mich bei dem Anschaffungspreis schon geärgert, wenn das Teil nach einer Woche hin ist.

8. Tag

Er hat sich offensichtlich wirklich damit abgefunden. Ich werde ihn grundsätzlich nicht mehr ohne Maulkorb auf die Weide stellen. Vielleicht verbindet er den GG dann mit etwas angenehmen, nämlich Weide. (HOFFENTLICH) Er hat damit gestern beim Grasen nicht anders ausgesehen, als die anderen Pferde, er hat den GG auch nicht aufgedrückt - ich hoffe, er nagt also künftig auch nicht mehr daran. Ab heute kommen die Pferde allerdings auf eine Weide mit sehr hohem Gras. 

Der Hersteller meinte, da könnte ich dann ruhig für die Eingewöhnung noch den angenagten GG nehmen, vielleicht tut er sich damit leichter. Ich sollte nur vorher die Kanten abrunden oder entfernen, damit er sich nicht vielleicht die Zunge daran verletzt.
Zum Glück lässt Rico sich das Halfter mit GG genau so problemlos anziehen wie jedes andere Halfter.

9. Tag

Jetzt, da es so gut klappt, fühle ich mich gut dabei.
Wir haben heute die Weide abgeäppelt und ihn dadurch lange beim Fressen beobachten können. Er bekam bei dem langen Gras erschreckend viel durch den GG, der ja jetzt an zwei Stellen kaputt ist. Er benahm sich ganz normal, bewegte den Kopf nicht mehr als die anderen und schien nicht unzufrieden.

Ich glaube übrigens nicht, dass ein Pferd mit GG neidisch auf die Nachbarpferde guckt bzw. überhaupt merkt, ob ein Nachbarpferd ohne oder mit Fressbremse grast. Ich denke eher, dass sie doch etwas einfacher strukturiert und zufrieden sind, wenn sie bei der Herde sind und grasen können, egal wie viel Gras. Natürlich würden sie es besser finden, ohne Maulkorb. Aber sie sind ja leider nicht so vernünftig, in Maßen zu fressen. Und bevor mein Pferd krank wird, weil es Unvernünftigerweise soviel frisst, bis es Rehe oder sonst was bekommt, ... 

10. Tag

Der neue GG ist angekommen. Er wurde per Paket geschickt und ist m. E. besser geformt, als der aus dem Raiffeisenmarkt. Offensichtlich haben die im Raiffeisenmarkt mal was draufgestellt oder die Platte sonst wie geplättet. Morgen schnall ich Rico den neuen GG an`s Halfter. Er hat heute wieder sehr viel auf der Weide mit dem hohen Gras (jetzt übrigens plattgetreten) gefressen. Er hatte sogar eine kleine Wampe. Nicht auszudenken, wie er ohne Maulkorb aussähe. Wenn ich ihn beobachtete, frisst er jedoch immer durch den GG und nicht daran vorbei.

14. Tag

Rico geht jetzt seit zwei Wochen nicht mehr ohne GG auf die Weide. Da er ja immer so hungrig ist, ist er sehr geschickt im Umgang damit geworden. Er hatte auch schon Blümchen darin. Ich denke, wenn das Pferd genug Zeit bekommt, sich mit dem GG zu beschäftigen, lernt es den Umgang damit. Nur Geduld.
Leider bekommt mein Pferd trotz der engeren Schlitze des neuen GG noch soviel mit, dass er sogar noch etwas an Bauch zulegte, als er anfangs auf der hohen Weide stand. 

Nachdem ich den „Kulanz-GG“ direkt von der Firma bekam, hat Rico eine kleine Scheuerstelle an der rechten Seite bekommen. Das lag aber wohl daran, dass der neue GG eckiger gebogen war als der alte und so Reibung an der Kante vom Riemen entstehen konnte.
Ist aber keine schlimme Stelle. Ich habe die Seitenflügel gestern ein wenig mehr auseinandergedrückt und hoffe, dass es schnell wieder abheilt. Mit dem alten GG passierte ihm das nicht.
Er hat den neuen bisher übrigens noch nicht ernsthaft beschädigt – schauen wir mal ;-) vielleicht muss ich den netten Herrn von der Firma nicht mehr behelligen...

restliches Jahr 2003

Im Laufe des Jahres habe ich das Halfter an einigen Stellen mit Fell unterlegt. Er verlor es einige wenige Male, aber ansonsten verlief das erste Jahr problemlos. Er hat sich offensichtlich daran gewöhnt, er geht selbstverständlich damit grasen, wie alle anderen auch - sogar Fellpflege ist möglich. Anziehen geht problemlos, wie ein Halfter ohne Fressbremse. 

Negativ fielen die Riemen (und die Schnallen hieran) auf, mit denen der Maulkorb am Halfter befestigt ist. 
Zu Zeiten, in denen viele Fliegen und Bremsen unterwegs sind, beißen sich die Pferde schon mal mit einer heftigen Kopfbewegung Richtung Vorderbeine. Dabei hat er sich mit den Dornen der Schnallen ein paar Macken geschlagen. Ich habe die Schnallen daher umwickelt. Wenn man dabei den Teil des Riemens, der von außen aus gesehen am Pferdekopf verläuft, mit dem Teil mit der Schnalle, der außen verläuft, verbindet, gewinnt die ganze Konstruktion auch noch an Stabilität.

Der GG sah am Ende der Saison zwar nicht mehr aus wie neu, aber er hat überlebt.
Der "Dicke" hat leider nicht abgenommen, aber zum Glück auch nicht bedenklich zugenommen.

2. Jahr - 2004

Da er das bunte Nylon-Halfter im Jahr 2003 einige wenige Male verlor, habe ich für dieses Jahr ein Lederhalfter gekauft. Ich habe das Halfter extra größer gekauft, damit die Seitenstege länger sind. Dadurch kann ich den Genickriemen sehr kurz einstellen. Der Kehlriemen ist dann enger, so dass Rico sich das Halfter nicht mehr so leicht über die Ohren ziehen kann.


Die bewährten seitlichen Stege habe ich für das neue Halfter aus Lederstreifen gefertigt. Nähen war mir durch die vielen Lederschichten nicht möglich, so dass ich jeweils zwei Löcher mit der Lochzange an die entsprechenden Stellen am Halfter und am Riemen stanzte und die Stege dann einfach mit Bändern festband. 
Bei dem Lederhalfter sind die Riemen um die Nase herum länger. D. h. die Befestigungsriemen für den Maulkorb kommen nicht mehr in die Beschläge an den Seiten, sondern davor an den Nasenriemen. Sie können, wie auch der Befestigungsriemen auf der Mitte der Nase dank der seitlichen Stege jedoch nicht verrutschen. Für die Befestigungsriemen habe ich kleine Überzieher genäht. Für die Sporenriemen konnte ich als Überzieher kleine Schlauchstücke verwenden. Das ganze sitzt dieses Jahr wesentlich besser, da das Lederhalfter natürlich stabiler ist als ein Nylonhalfter und außerdem die Überzieher an den Befestigungsriemen die Verbindungen stabilisieren.


Dadurch, dass in den seitlichen Beschlägen keine Riemen mehr sind, kann man dort auch einfacher den Führstrick einklinken. Letztes Jahr hatte ich einen zusätzlichen Ring für den Führstrick an das Halfter nähen müssen, da die anderen Beschläge an den Seiten mit je einem Riemen und hinten in der Mitte mit drei Riemen besetzt waren. 

Ich habe meinem Pferd direkt zum Anweiden den Maulkorb angezogen. Vorsichtshalber den durchgenagten, den ich aufbewahrt hatte. Er hat sich offensichtlich sofort daran erinnert, wie es mit dem GG funktioniert und war zufrieden, auf die Weide zu dürfen. Nach einer Woche Anweiden habe ich daher den kaputten Maulkorb durch den heilen ersetzt.

 

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